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Kom­men­ta­re schal­te ich frei, nach­dem ich sie mir ange­se­hen habe. Dabei kann es zu klei­nen Ver­zö­ge­run­gen kom­men.

Wegen ver­stärk­ten Auf­kom­mens von Kom­men­tar-Spam habe ich ein Plug­in instal­liert, das sol­che Stö­run­gen unter­bin­den soll. Soll­te ein berech­tig­ter Kom­men­tar nicht eini­ger­ma­ßen zeit­nah von mir frei­ge­schal­tet wer­den, ist er viel­leicht dem Plug­in zum Opfer gefal­len. In die­sem Fall bit­te per Email nach­ha­ken!

MiMü am 20.Juli 2012:

Vom “verliebten Außersichsein”

Manch­mal spielt einem der Zufall Sachen in die Hand, die man sich selbst nie­mals hät­te aus­den­ken kön­nen.

Heu­te führ­te mich mein Weg wie schon oft zum Haus­halts­en­t­rümp­ler mei­nes Ver­trau­ens. Ich durch­such­te die Schall­plat­ten­kis­ten nach Neu­zu­gän­gen - dies­mal erfolg­los. Immer­hin fand ich für einen Euro die CD “Buena Vis­ta Soci­al Club”, somit hat­te sich mein Besuch schon gelohnt. Danach schlen­der­te ich durch die Bücher­ab­tei­lung. Dort stieß ich auf einen gebun­de­nen Jahr­gang der mir bis dahin völ­lig unbe­kann­ten Monats­schrift “Film + Ton Maga­zin” von 1968. Die­se inzwi­schen wohl ein­ge­stell­te Publi­ka­ti­on rich­te­te sich an enga­gier­te Film­ama­teu­re. Sie behan­del­te fil­mi­sche Auf­nah­me­tech­ni­ken, aber auch die Ver­to­nung sowie die dafür erfor­der­li­chen Gerät­schaf­ten. In jedem Heft gab es dar­über hin­aus Bespre­chun­gen von Plat­ten-Neu­erschei­nun­gen.

Ich habe mich bemüht, im Inter­net Rechts­nach­fol­ger der dama­li­gen Her­aus­ge­ber zu fin­den, aller­dings bis­her erfolg­los. Soll­te es einen Rech­te­inha­ber geben, der etwas gegen das nach­fol­gen­de län­ge­re Zitat ein­zu­wen­den hat, möge er sich bit­te mel­den, dann neh­me ich den Bei­trag wie­der von der Sei­te. Es wäre aller­dings scha­de :-(…

In der Febru­ar­aus­ga­be erklärt der Arti­kel “Herz in der Optik - Der Film ent­hüllt Geheim­nis­se der Lie­be” auf den Sei­ten 22 und 23, wie denn wohl die Lie­be im Film dar­zu­stel­len sei. Eigent­lich geht’s um gefilm­ten Geschlechts­ver­kehr, aber der Text laviert geschickt dar­um her­um. Der Autor Kon­rad Kar­kosch schreibt:

… Da die Lie­bes­sze­nen zu den schöns­ten und wich­tigs­ten Sze­nen der meis­ten Fil­me gehö­ren, ist es inter­es­sant, die fil­mi­sche, d.h. die mimi­sche Dar­stel­lung des Außer­sich­seins beim Erleb­nis der Lie­be mit eini­gen mar­kan­ten Film-Fotos*** zu illus­trie­ren. Dabei ist zu beach­ten, dass das Außer­sich­sein in zwei typi­sche Pha­sen zer­fällt, von denen auch der Lie­bes­aus­druck beherrscht wird, näm­lich in die Pha­se des “Ergrif­fen­seins” und des “ver­lieb­ten Ver­strö­mens” glie­dert. Auf dem Höhe­punkt des “ver­lieb­ten Außer­sich­seins”, der in einem Ver­hal­ten gip­felt und eine bestimm­te Inten­si­tät und Dau­er hat, geht die Pha­se des “ver­lieb­ten Ergrif­fen­seins” in die des “ver­lieb­ten Ver­strö­mens” über, bei der sich der Mund wie­der zu schlie­ßen, die Augen­brau­en wie­der zu sen­ken, ja, alle beweg­ten Regio­nen des Gesichts wie­der zu ent­span­nen begin­nen.

Die­se bei­den Pha­sen des “ver­lieb­ten Außer­sich­seins” sowie des­sen Höhe­punk­te gelan­gen in den fil­mi­schen Lie­bes­sze­nen in den man­nig­fachs­ten Varia­tio­nen zur mimi­schen und ges­ti­schen Dar­stel­lung. Alle Lie­bes­sze­nen des Films leben von die­sen Erschei­nungs­for­men des Lie­bes­aus­drucks, der sich nicht nur in der Mimik, son­dern auch im Hän­de­druck, in der Umar­mung, im Kuss usw. ver­wirk­licht. Es braucht hier­bei nicht wei­ter betont zu wer­den, dass nicht jeder Blick, nicht jeder Hän­de­druck, nicht jeder Kuss das Gefühl der Lie­be aus­drü­cken muss. Nur wenn die Vor­aus­set­zun­gen des “ver­lieb­ten Ergrif­fen­seins” und des “ver­lieb­ten Ver­strö­mens”, also des “ver­lieb­ten Außer­sich­seins” erfüllt wer­den, ist das Gefühl der Lie­be auch im Bereich des Films mög­lich.”

*** Film-Fotos weg­ge­las­sen

Das Ding habe ich nach dem Abend­essen mei­ner Liebs­ten und dem Erst­ge­bo­re­nen vor­ge­le­sen. Es war ein vol­ler Erfolg…

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