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Kom­men­ta­re schal­te ich frei, nach­dem ich sie mir ange­se­hen habe. Dabei kann es zu klei­nen Ver­zö­ge­run­gen kom­men.

Wegen ver­stärk­ten Auf­kom­mens von Kom­men­tar-Spam habe ich ein Plug­in instal­liert, das sol­che Stö­run­gen unter­bin­den soll. Soll­te ein berech­tig­ter Kom­men­tar nicht eini­ger­ma­ßen zeit­nah von mir frei­ge­schal­tet wer­den, ist er viel­leicht dem Plug­in zum Opfer gefal­len. In die­sem Fall bit­te per Email nach­ha­ken!

MiMü am 12.Februar 2013:

Medienstau

Ach, manch­mal wird’s auch mal ein biss­chen viel. Momen­tan sit­ze ich wesent­lich lie­ber vor mei­nen Laut­spre­chern und höre Musik, als dass ich groß­ar­tig zum Blog­gen käme. Soviel Unge­hör­tes hat sich ange­sam­melt in den letz­ten Wochen - man kommt ja kaum hin­ter­her. Ich zäh­le mal ein paar Sachen auf:

Led Zeppelin - Celebration DayLed Zeppelin - Celebration Day (2CD + 2DVD, 2012)

Lan­ge her­bei­ge­sehnt, gibt es die Auf­nah­men die­ses ein­zig­ar­ti­gen 2007er Kon­zerts nun end­lich seit Ende letz­ten Jah­res in Ton und Bild. Mei­ne hoch gesteck­ten Erwar­tun­gen wer­den hier mehr als erfüllt. Was die Grün­dungs­mit­glie­der John Paul Jones, Jim­my Page und Robert Plant gemein­sam mit Jason Bon­ham, dem Sohn ihres 1980 ver­stor­be­nen Drum­mers John Bon­ham, auf die Büh­ne brin­gen, ist ein Tritt in den Hin­tern vie­ler Möch­te­gern-Epi­go­nen. Fan­tas­tisch!

Who's That Man - A Tribute To Conny Plank (4CD 2013)Who’s That Man - A Tribute To Conny Plank (4CD 2013)

Con­ny Plank war in den 70er und 80er Jah­ren des vori­gen Jahr­hun­derts der maß­geb­li­che Pro­du­zent und Ton­in­ge­nieur für Kraut­rock und Elek­tro­pop. Er pro­du­zier­te die ers­ten fünf Alben von Kraft­werk, arbei­te­te mit Clus­ter, Neu!, Gian­na Nan­ni­ni, Heinz-Rudolf Kun­ze, den Euryth­mics, Guru Guru, Kra­an, Jane, Ultra­vox, Bri­an Eno, Can, Micha­el Rother, Klaus Din­ger und, und, und … 1987 starb er 47jährig an einer Krebs-Erkran­kung, mit­ten in der Arbeit an Hei­ner Pudel­kos ers­tem Solo-Album.

Die 4CD-Box bringt vie­le Bei­spie­le sei­ner Arbeit, wenn­gleich die Her­aus­ge­ber wohl auf die gro­ßen Namen wie Kraft­werk, Ultra­vox, Can oder Kun­ze ver­zich­ten muss­ten - wegen nicht ein­ge­räum­ter Rech­te … ? Egal - was auf die­sen CDs von Neu!, D.A.F., La Düs­sel­dorf, den Euryth­mics, H.-J. Roede­li­us, Die­ter Möbi­us, Bri­an Eno und vie­len ande­ren zu hören ist, hät­te die Anschaf­fung schon gerecht­fer­tigt, wenn ich die Box nicht geschenkt bekom­men hät­te. Ein Bekann­ter, für den ich Bewer­bungs­fo­tos gemacht hat­te, über­rasch­te mich mit einem Geschenk-Paket von Ama­zon …

Gianmaria Testa - Da Questra Parte Del Mare (CD 2006)Gianmaria Testa - Da Questa Parte Del Mare (CD 2006)

Seg­schnei­der brach­te mich drauf - der nutz­te unter ande­rem die­se her­vor­ra­gend pro­du­zier­te CD, um mir die Qua­li­tät sei­ner Musik­an­la­ge zu demons­trie­ren, was ihm auch gelang. Ich saß auf sei­nem Sofa, er sag­te sowas wie: “… das musst Du hören …”, und dann über­rasch­te mich aus hei­te­rem Him­mel die­se unglaub­lich sono­ri­ge, bas­si­ge, raue Stim­me auf Ita­lie­nisch - eine Spra­che, die ich lei­der nicht ver­ste­he. Trotz­dem nimmt mich die­se Stim­me auch jetzt noch, nach­dem ich mir das Album gekauft und eini­ge zig-mal gehört habe, fest gefan­gen. Es han­delt sich, wie ich nun weiß, um ein Kon­zept­al­bum, das sich mit dem Schick­sal von Flücht­lin­gen beschäf­tigt, die ver­su­chen, von Nord­afri­ka aus über das Mit­tel­meer nach Süd­eu­ro­pa zu gelan­gen. Gian­ma­ria Tes­ta schreibt auf sei­ner Web­site:

Sie sind zu zweit von irgend­ei­nem Hafen in Nord­afri­ka auf­ge­bro­chen, als blin­de Pas­sa­gie­re ver­steckt im Lade­raum eines Fracht­schif­fes. Nach zwei Drit­tel der Rei­se hat man sie ent­deckt und ins Meer gewor­fen. Ein Fischer­boot hat sie aus der Adria geholt. Kei­ner­lei Hil­fe an Bord.
Sie haben sie wie Bal­last in einem Schlauch­boot zwei­hun­dert Meter vor einem Strand in Apu­li­en aus­ge­setzt.
Als sie an Land gebracht wur­den, war es für einen der bei­den zu spät.
(…)
Ich habe nicht für sie geschrie­ben. Das könn­te ich nicht.
Ich habe für mich geschrie­ben und für die­je­ni­gen, die wie ich auf die­ser Sei­te des Mee­res leben.

Tes­tas Lie­der bekom­men mit dem Wis­sen dar­um, um was es da inhalt­lich geht, auch für den des Ita­lie­ni­schen nicht mäch­ti­gen Hörer zusätz­li­ches Gewicht. Den Melo­di­en und der unge­wöhn­li­chen Stim­me kann man sich ohne­hin schwer ent­zie­hen. Kauf­be­fehl!

Aktuelle Schnäppchen beim Haushaltsauflöser meines Vertrauens (nur LPs):

  • Bob Dylan - Blood On The Tracks (1974), Pla­net Waves (1974), Slow Train Com­ing (1979)
  • Joni Mit­chell - Shadows And Light (Live, 2LP 1980). Schon des­halb inter­es­sant, weil hier Jaco Pas­to­ri­us den Bass bedient!
  • Beat­les - Revol­ver (1966), Abbey Road (1969)
  • Miri­am Make­ba - For­bid­den Games (1973)
  • … und noch 30 wei­te­re …

 

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