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Kommentare

Kom­men­ta­re schal­te ich frei, nach­dem ich sie mir ange­se­hen habe. Dabei kann es zu klei­nen Ver­zö­ge­run­gen kom­men.

Wegen ver­stärk­ten Auf­kom­mens von Kom­men­tar-Spam habe ich ein Plug­in instal­liert, das sol­che Stö­run­gen unter­bin­den soll. Soll­te ein berech­tig­ter Kom­men­tar nicht eini­ger­ma­ßen zeit­nah von mir frei­ge­schal­tet wer­den, ist er viel­leicht dem Plug­in zum Opfer gefal­len. In die­sem Fall bit­te per Email nach­ha­ken!

MiMü am 03.Januar 2013:

DIY-Lautsprecherboxen nach Dr. Götz Wilimzig

Der Sohn brauch­te ein paar “anstän­di­ge” Laut­spre­cher­bo­xen. Also bau­ten wir gemein­sam wel­che. Ich hat­te aus einer Röh­ren­ra­dio-Rui­ne SIEMENS “Kam­mer­mu­sik­scha­tul­le M57” noch die zwei Breit­band­laut­spre­cher samt der zwei Hoch­tö­ner lie­gen. Bald ent­schie­den wir uns für ein Kon­zept, das aus dem Buch “Höchst emp­find­lich” von Götz Wilim­zig und Rüdy Gysem­berg stammt. Die bei­den Auto­ren beschrei­ben in ihrem Buch unter ande­rem die Nutz­bar­ma­chung alter Röh­ren­ra­dio-Laut­spre­cher für den Gebrauch mit Röh­ren­ver­stär­kern klei­ner Leis­tung. Erprob­te Abmes­sun­gen die­ser Bass­re­flex-Box fan­den wir in einem Bei­trag von Sven Bol­te in Jogis Röh­ren­bu­de.

DIY-Lautsprecherbox nach Wilimzig, Innenansicht

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Links sieht man die geöff­ne­te Box von hin­ten. Der Kor­pus besteht aus 12mm star­kem Bir­ke-Mul­ti­plex, das wir uns im Bau­markt unse­res Ver­trau­ens haben zusä­gen las­sen. Der Breit­band­laut­spre­cher ist bereits mon­tiert. Über das Bass­re­flex­rohr (Plas­tik-Regen­fall­rohr) haben wir Flie­gen­netz gespannt, um die Box vor Inbe­sitz­nah­me durch Bie­nen- oder Wes­pen­schwär­me zu bewah­ren. Um die ein­ge­las­se­ne Rück­wand befes­ti­gen zu kön­nen, haben wir einen Leis­ten­rah­men vor­ge­se­hen. Die Rück­wand (und nur die!) muss mit geeig­ne­tem Mate­ri­al gut gedämmt wer­den. Wir nah­men dafür zunächst eine Lage einer spe­zi­el­len Dämm­wat­te von visa­ton. Dann tes­te­ten wir die Boxen am neu­en Röh­ren­ver­stär­ker und mach­ten recht schnell erst mal ziem­lich lan­ge Gesich­ter. Was wir da hör­ten, gefiel uns gar nicht. Die Bäs­se wum­mer­ten und die mitt­le­ren Fre­quen­zen ver­stopf­ten die Boxen regel­recht wie Brei - es klang eini­ger­ma­ßen schreck­lich. Am Ver­stär­ker konn­te es nicht lie­gen - der hör­te sich an den Saba-Cel­li im Wohn­zim­mer fabel­haft an. Also muss­ten die­se spe­zi­el­len Boxen die Übel­tä­ter sein. Das Pro­blem beschäf­tig­te uns tage­lang. Wir expe­ri­men­tier­ten mit der Län­ge der Bass­re­flex-Roh­re und mit Dämm­ma­te­ri­al rund um die Laut­spre­cher und, und, und …

Wir woll­ten schon fast auf­ge­ben. Dann hat­te einer die Idee, ledig­lich die Rück­wän­de mit einer zusätz­li­chen Lage Dämm­wat­te bes­ser zu däm­men. Und sie­he da - plötz­lich war alles wie­der zurecht gerückt und es klang schon ganz pri­ma!

Fehl­ten noch die Höhen. Dazu mon­tier­ten wir die Sie­mens-Hoch­tö­ner in buch­stüt­zen­ar­ti­ge Holz­kon­struk­tio­nen:

Hochtöner

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Mit einem 2,2μF-Folienkondensator in Rei­he den Boxen par­al­lel geschal­tet, run­den sie das Klang­bild nach oben ab. Und so sieht so eine Box mit ihrem Hoch­tö­ner aus:

Lautsprecherbox - komplett mit Hochtöner

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Eins ist ganz klar: das sind kei­ne Par­ty­bo­xen und es gibt ein paar Musi­ken, mit denen die Din­ger ein­fach über­for­dert sind. Das mer­ken wir schnell, als wir test­wei­se mal die CD von Them Croo­ked Vul­tures auf­le­gen. Da geht es mit gro­ßer Laut­heit (d.h. gerin­gem Laut­stär­ke-Unter­schied zwi­schen den lau­tes­ten und lei­ses­ten Stel­len) und bass­las­tig zur Sache. Aber sonst zei­gen sich die Boxen allen Anfor­de­run­gen gewach­sen. Ins­be­son­de­re Jazz- und Indie-Rock-Musik - und Klas­sik sowie­so - wer­den wun­der­bar abge­bil­det. Das Hören macht da ein­fach Spaß, ist völ­lig unan­stren­gend - fan­tas­tisch! Mit einem lachen­den und einem wei­nen­den Auge gab ich am Neu­jahrs­tag die­se gut gera­te­nen Laut­spre­cher mei­nem Sohn mit in sei­ne Han­no­ve­ra­ner Woh­nung.

Gera­de bekom­me ich eine Email von ihm:

Ich hab jetzt mitt­ler­wei­le ein paar Stun­den mit der Anla­ge ver­bracht, und muss sagen, dass ich mit dem Klang nicht glück­li­cher sein könn­te. Die Mit­ten ner­ven nicht mehr, die Bäs­se kom­men sehr prä­zi­se und tief, aber nie­mals wum­mernd. Die Hoch­tö­ner sind wirk­lich ein Segen und fast das, was mich am meis­ten begeis­tert. Die sor­gen erst recht für ein wun­der­ba­res Klang­bild und dürf­ten nicht feh­len. Mit soviel Spaß habe ich mei­ne Musik noch nie gehört.

Na bit­te, alles hat sich mehr als gelohnt!