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Kom­men­ta­re schal­te ich frei, nach­dem ich sie mir ange­se­hen habe. Dabei kann es zu klei­nen Ver­zö­ge­run­gen kom­men.

Wegen ver­stärk­ten Auf­kom­mens von Kom­men­tar-Spam habe ich ein Plug­in instal­liert, das sol­che Stö­run­gen unter­bin­den soll. Soll­te ein berech­tig­ter Kom­men­tar nicht eini­ger­ma­ßen zeit­nah von mir frei­ge­schal­tet wer­den, ist er viel­leicht dem Plug­in zum Opfer gefal­len. In die­sem Fall bit­te per Email nach­ha­ken!

MiMü am 13.Juni 2018:

Merkwürdiges aus meiner Plattensammlung

Im Lau­fe der Zeit sam­meln sich aller­lei selt­sa­me Sachen an im Plat­ten­re­gal. Zwei die­ser Pre­zio­sen habe ich heu­te her­aus­ge­zo­gen: ein­mal die Plat­te eines est­ni­schen Vio­li­nis­ten namens Lem­mo Eren­dy, zum zwei­ten ein Album des Sin­ger-Song­wri­ters Jim Cro­ce.

Lem­mo Eren­dy (1939 - 1996) exis­tiert im Netz nur in der est­ni­schen Wiki­pe­dia und eini­gen est­nisch­spra­chi­gen Web­sei­ten. Auf der hier zu bespre­chen­den Vinyl­schei­be spielt er Kom­po­si­tio­nen der drei eben­falls est­ni­schen Kom­po­nis­ten Mati Kuul­berg, Alo Pold­mae und Rai­mo Kan­gro. Das alles hoch­pro­fes­sio­nell - alle vier sind stu­dier­te Leu­te, an der Musik gibt’s nichts zu mäkeln.

Lemmo Erendy - Lemmo Erendy (1990)

Lem­mo Eren­dy - Lem­mo Eren­dy (LP 1990)

Wer um alles in der Welt jedoch hat beim doch ange­se­he­nen rus­si­schen Plat­ten­la­bel Melo­dia den guten Lem­mo der­ma­ßen fehl­be­ra­ten: sich da hin­zu­stel­len wie ein Musik­be­am­ter an der Bus­hal­te­stel­le - in bei­ger Dut­zend­kla­mot­te? Oder wie ein Pro­fi­kil­ler mit sei­nem getarn­ten Arbeits­ge­rät in einem unfrei­wil­lig komi­schen Gangs­ter­mo­vie?

Aber damit nicht genug: hier die auf der Rück­sei­te des Covers zu fin­den­den Bil­der der drei Kom­po­nis­ten:

Mati Kuulberg (1947-2001)

Mati Kuul­berg (1947-2001)

Alo Poldmae (1945-)

Alo Pold­mae (1945-)

Raimo Kangro (1949-2001)

Rai­mo Kan­gro (1949-2001)

Wenig bes­ser als Ver­bre­ch­er­fo­tos … die drei wir­ken auf die­sen Bil­dern wie Typen, die einem Kau­ris­mä­ki-Film ent­sprun­gen sein könn­ten.


Jetzt kom­men wir zu Jim Cro­ce (1943-1973). Die­sem ame­ri­ka­ni­schen Sin­ger-Song­wri­ter ver­dan­ken wir so herr­li­che Songs wie Bad, Bad Leroy Brown (1973), I Got A Name (1973), Time in A Bott­le (1973) und I’ll Have To Say I Love You In A Song (1974 post­hum erschie­nen). Am 20. Sep­tem­ber 1973 starb Cro­ce bei einem Flug­zeug­ab­sturz. Am 1. Dezem­ber 1973 erschien das Album I Got A Name.

Dis­cogs zählt beim der­zei­ti­gen Stand 64 ver­öf­fent­lich­te Ver­sio­nen die­ses Albums. Auf bei­nah allen Alben prangt ein ange­mes­se­nes Foto - nur auf einem fin­det sich die hier gezeig­te Ent­glei­sung, dabei han­delt es sich aus­ge­rech­net um eine 1976 in Deutsch­land erschie­ne­ne Aus­ga­be.

Wer war denn da von allen guten Geis­tern ver­las­sen, uns den armen Jim Cro­ce so zu prä­sen­tie­ren? Am Tisch hän­gend wie ein Schluck Was­ser in der Kur­ve, vor pie­fi­gen Topf­blu­men, im bun­ten Hemd­chen mit Flup­pe und Bier in der Hand, Bur­ger mit Pom­mes in Griff­wei­te … ?

Jim Croce - I Got A Name (1973)

Jim Cro­ce - I Got A Name (LP 1973, Aus­ga­be für den deut­schen Markt von 1976)

Auf­grund des schreck­li­chen Fotos erwar­tet man auf der Plat­te so’n Zeug wie Kreuz­ber­ger Näch­te sind lang, aber doch nicht das fein­sin­ni­ge Mate­ri­al, das Cro­ce hier tat­säch­lich vor­legt. Wir wen­den uns kopf­schüt­telnd ab …

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