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Kommentare

Kom­men­ta­re schal­te ich frei, nach­dem ich sie mir ange­se­hen habe. Dabei kann es zu klei­nen Ver­zö­ge­run­gen kom­men.

Wegen ver­stärk­ten Auf­kom­mens von Kom­men­tar-Spam habe ich ein Plug­in instal­liert, das sol­che Stö­run­gen unter­bin­den soll. Soll­te ein berech­tig­ter Kom­men­tar nicht eini­ger­ma­ßen zeit­nah von mir frei­ge­schal­tet wer­den, ist er viel­leicht dem Plug­in zum Opfer gefal­len. In die­sem Fall bit­te per Email nach­ha­ken!

MiMü am 22.Juni 2017:

Holz im Verstärkerbau: bestimmt kein Holzweg!

Mit der Ver­wen­dung von Holz­ma­te­ria­li­en im Ver­stär­ker­bau habe ich gute Erfah­run­gen gemacht. Beim Bau mei­ner PL82-End­stu­fe trieb ich das - für mich - auf eine vor­läu­fi­ge Spit­ze, indem ich das Prin­zip des pro­be­wei­sen Brett­auf­baus in Rich­tung einer drei­di­men­sio­na­len Holz­werft erwei­tert und das Ergeb­nis für end­gül­tig erklärt habe.

Die Holzwerft der PL82-Endstufe.

Die Holz­werft der PL82-End­stu­fe. Ursprüng­lich als Pro­be­auf­bau gedacht, wer­kelt der Ver­stär­ker noch heu­te auf die­sem Kon­strukt aus Mul­ti­plex-Mate­ri­al

Seit gut vier Jah­ren betrei­be ich eine 5654/EL84-End­stu­fe, ähn­lich dem unlängst beschrie­be­nen Voll­ver­stär­ker und mit glei­cher Röh­ren-Bestü­ckung - mit dem Unter­schied, dass hier die Vor­röh­re - nun­mehr ohne Poten­tio­me­ter am Git­ter und damit ohne Laut­stär­ke­re­ge­lung - etwas anders beschal­tet ist als im Voll­ver­stär­ker.

Die­se EL84-End­stu­fe hat mit der Zeit eine Rei­he von Häu­tun­gen durch­ge­macht - bestimmt ist die jet­zi­ge Ver­si­on schon eine Mk.VII oder VIII. Zwei, drei Mal wur­de die Schal­tung modi­fi­ziert, was immer auch Ein­grif­fe in die Sieb­ket­ten nach sich zog. Vier ver­schie­de­ne Aus­gangs­tra­fo-Paa­re taten hier ihren Dienst, mit Kern­grö­ßen von M65, SM65, M74 und SM74 (in die­ser Rei­hen­fol­ge). Die Umbaue­rei war jedes Mal eine auf­wän­di­ge Ange­le­gen­heit.

Ursprünglicher Aufbau der EL84-Endstufe auf einem Metallchassis

Ursprüng­li­cher Auf­bau der EL84-End­stu­fe auf einem Metall­chas­sis

Die ein­zel­nen Kom­po­nen­ten des Ver­stär­kers - Netz­tra­fo, zwei Gleich­rich­ter-/Sieb­ket­ten-Pla­ti­nen, das klei­ne Sub­chas­sis der Röh­ren mit ihrer unmit­tel­ba­ren Peri­phe­rie sowie die Aus­gangs­über­tra­ger - waren alle­samt auf einer 3mm-Alu­plat­te mon­tiert, die durch sechs M6-Abstands­bol­zen in 2cm Abstand über dem Boden des eben­falls metal­li­schen Ver­stär­ker-Gehäu­ses ange­bracht war.

Das heißt, dass alle Bau­grup­pen mit­tels Gewin­de­schrau­ben und Mut­tern befes­tigt waren. Woll­te ich nun irgend­et­was aus­wech­seln, muss­te ich jedes Mal das kom­plet­te Gehäu­se aus­ein­an­der bau­en, um an die unter der Mon­ta­ge­plat­te sit­zen­den Schrau­ben­mut­tern zu kom­men. Sowas nervt ohne Ende …

Kompletter Neuaufbau

Ich nahm alles aus­ein­an­der und bau­te kom­plett neu auf. Zunächst kon­stru­ier­te ich das Röh­ren­mo­dul, das einer­seits Sta­bi­li­tät gewähr­leis­ten, dar­über hin­aus aber auch einen abschir­men­den Effekt haben soll­te. Dies ist die mecha­ni­sche Lösung:

Röhrenmodul für den Neuaufbau der EL84-Endstufe. Stellprobe mit Paper In Oil-Kondensatoren (PIO), Bild 1

Röh­ren­mo­dul für den Neu­auf­bau der EL84-End­stu­fe. Stell­pro­be mit Kop­pel­kon­den­sa­to­ren, Bild 1

Röhrenmodul für den Neuaufbau der EL84-Endstufe. Bild 2

Röh­ren­mo­dul für den Neu­auf­bau der EL84-End­stu­fe. Bild 2

Ein Alu-Loch­blech und ein paar Alu­pro­fi­le (die das Kon­strukt recht steif und sta­bil machen) bil­den eine Abschirm­wan­ne.

Als neue Mon­ta­ge­plat­te fun­giert ein Leim­holz­brett aus Nadel­holz. Das gibt’s im Bau­markt als Regal­bo­den. Ich las­se es ich mir an Ort und Stel­le so zuschnei­den, dass es genau die Boden­flä­che des Metall­ge­häu­ses aus­füllt. Hier bekommt man einen Ein­druck davon, wie mei­ne End­stu­fe nun auf­ge­baut ist:

Montageplatte aus Leimholz in der EL84-Endstufe

Mon­ta­ge­plat­te aus Leim­holz in der EL84-End­stu­fe

Ich geb’s ja zu: die bei­den Aus­gangs­über­tra­ger sind bau­art­be­dingt auch hier mit durch­ge­hen­den Schrau­ben samt Mut­tern mon­tiert. Nach vie­len Ver­su­chen weiß ich aller­dings, dass ich die­se Kom­po­nen­ten nicht mehr aus­wech­seln wer­de. Alle ande­ren Bau­grup­pen sind mit Holz­schrau­ben befes­tigt und kön­nen ohne gro­ßen Auf­wand demon­tiert wer­den.

Ein wei­te­rer Vor­teil der Ver­wen­dung des Hol­zes liegt in sei­nen dämp­fen­den Eigen­schaf­ten. Klang das Metall­ge­häu­se vor­her beim Drauf­klop­fen ble­chern, klingt es nun wesent­lich gedämpft. Das kommt natür­lich auch hör­bar dem Klang­bild zugu­te, das die­ser hoch­auf­lö­sen­de Ver­stär­ker ent­wirft!

3 Kommentare zu Holz im Verstärkerbau: bestimmt kein Holzweg!

  • Meinolf Stute

    Lie­ber Micha­el,
    Nun muss ich das mal los­las­sen: der Holz­weg ist ein Gold­weg. Jahr­zehn­te war ich mit der Mei­nung unter­wegs, nur Metall­ge­häu­se wür­den effek­tiv schir­men und vor Brumm schüt­zen.
    Nach dem Lesen und Ver­dau­en Dei­nes Arti­kels habe ich es gewagt und eine hoch­wer­ti­ge Line­stu­fe auf Holz auf­ge­baut.
    Das Ergeb­nis ist sehr schön gewor­den und das gute Stück ist brumm­frei. Das wäre ohne dei­nen Arti­kel nichts gewor­den.
    Vie­len Dank und mit dem Audion­is­ten wei­ter so.
    Meinolf

  • Tautges

    Hal­lo MiMü,

    nach wie vor ganz gro­ßen Respekt für die aus­führ­li­chen Bau­be­schrei­bun­gen Dei­ner Röh­ren­ver­stär­ker!

    So klas­se die Röh­renend­stu­fen klin­gen mögen, aber mir feh­len lang­sam die Beschrei­bun­gen der dazu pas­sen­den Laut­spre­cher, um den Ket­ten­ge­dan­ken zu kom­plet­tie­ren! :)

    Bes­te Grü­ße
    Man­fred.

    • MiMü

      Hal­lo Man­fred,

      Du bist in Sachen Laut­spre­cher wirk­lich hart­nä­ckig. Ich kann aber einst­wei­len ledig­lich Bes­se­rung gelo­ben. Email folgt!

      Vie­le Grü­ße -
      MiMü

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