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Kommentare

Kom­men­ta­re schal­te ich frei, nach­dem ich sie mir ange­se­hen habe. Dabei kann es zu klei­nen Ver­zö­ge­run­gen kom­men.

Wegen ver­stärk­ten Auf­kom­mens von Kom­men­tar-Spam habe ich ein Plug­in instal­liert, das sol­che Stö­run­gen unter­bin­den soll. Soll­te ein berech­tig­ter Kom­men­tar nicht eini­ger­ma­ßen zeit­nah von mir frei­ge­schal­tet wer­den, ist er viel­leicht dem Plug­in zum Opfer gefal­len. In die­sem Fall bit­te per Email nach­ha­ken!

Segschneider am 05.April 2016:

Konstruktion eines Röhrenverstärkers mit PL82 - vierter Teil: die Gesamtschaltung

Die Ver­bin­dungs­pfa­de zwi­schen ers­ter und zwei­ter Röh­re ent­hal­ten jeweils DC-blo­cken­de Kon­den­sa­to­ren. Auch der Kon­den­sa­tor im GK-Pfad ist zwin­gend not­wen­dig, um eine Ver­schie­bung des Arbeits­punk­tes bei der ers­ten Röh­re zu ver­mei­den. Bei der Dimen­sio­nie­rung die­ses Kon­den­sa­tors wur­de berück­sich­tigt, dass der GK-Pfad kei­ne Pha­sen­dre­hun­gen bewir­ken soll. Das ist in ers­ter Nähe­rung dann ver­mie­den, wenn die Grenz­fre­quenz kleiner/gleich 5Hz ist. Nach mei­nen Erfah­run­gen bringt es mehr, den Strom­fluss in der ers­ten Röh­re hoch­zu­trei­ben und im Gegen­zug einen Kon­den­sa­tor im GK-Pfad zu akzep­tie­ren, als auf die­sen Kon­den­sa­tor zu ver­zich­ten, denn letz­te­res gelingt im All­ge­mei­nen nur, wenn die Vor­röh­re mit sehr gerin­gem Strom - typisch 1mA oder weni­ger - betrie­ben wird.

Nun kommt zusammen, was zusammen gehört - das komplette Schaltbild

zum Ver­grö­ßern ankli­cken!

Auch in die­sem Fal­le gilt, dass die Sum­me der (bis­he­ri­gen) Tei­le noch nicht voll­stän­dig das Gan­ze ergibt. Hin­zu­tre­ten müs­sen als ers­tes die Git­ter­brems­wi­der­stän­de, im vor­lie­gen­den Fal­le 680 Ohm, und um ihre Auf­ga­be zu erfül­len, soll­ten sie tat­säch­lich am Git­ter­pin der Röh­ren ange­lö­tet wer­den. Das ist am ein­fachs­ten zu bewerk­stel­li­gen, wenn man sie zugleich als Zulei­tun­gen vom Schal­tungs­auf­bau zum Röh­ren­so­ckel ver­wen­det.

Gesamtschaltung mit Dimensionierung aller Teile

Gesamt­schal­tung mit Dimen­sio­nie­rung aller Tei­le - zum Ver­grö­ßern ankli­cken!

Das zwei­te Detail wird even­tu­ell Stirn­run­zeln ver­ur­sa­chen, viel­leicht gar auf Ableh­nung sto­ßen: der par­al­lel zur Anode der PL82 geleg­te Kon­den­sa­tor Ctr = 2,2 nF lässt dem Mess­tech­nik­freak die Haa­re zu Ber­ge ste­hen, denn er ver­schlech­tert die Recht­eck­wie­der­ga­be. Die Flan­ken­steil­heit könn­te beein­flusst wer­den, und nicht im posi­ti­ven Sin­ne. Dazu ist anzu­mer­ken, dass ers­tens ein Recht­eck in kei­nem Musik­si­gnal vor­kommt, und dass zwei­tens die Vor­stel­lun­gen der HiFi-Bran­che, was denn in der Wie­der­ga­be ein gutes Recht­eck sei, doch arg unein­heit­lich sind. Die digi­tal codier­te Welt befasst sich aus­schliess­lich mit Recht­ecken, da gibt’s nichts ande­res, und im Digi­ta­len gilt ein Recht­eck als gut, wenn die anstei­gen­de Flan­ke ein Fünf­tel, das waag­rech­te Dach drei Fünf­tel und die abfal­len­de Flan­ke wie­der­um ein Fünf­tel aus­ma­chen. Ja, herz­li­chen Glück­wunsch, wie soll’s denn nun sein? Immer­hin kann man den Jungs vom digi­ta­len Sek­tor beschei­ni­gen, dass sie ein gesun­des Gespür für die Rea­li­tät besit­zen. Ob man bei ana­lo­gen Schal­tun­gen wirk­lich eine Anstiegs­flan­ke in echt ver­ti­kal, also eine unend­lich schnel­le Impuls­ver­ar­bei­tung benö­tigt, wird lei­der nicht dis­ku­tiert.

Um auf den Kon­den­sa­tor Ctr zurück­zu­kom­men. Er begrenzt den Fre­quenz­gang nach oben, und das ist nicht ganz unsin­nig, da wir ja fern­seh­taug­li­che Röh­ren ver­wen­den (die ja, wie gesagt, zu sehr viel höhe­ren Fre­quen­zen fähig sind). Mit die­ser Begren­zung folgt die End­stu­fe aber­mals den Maxi­men der Röh­ren­ära, wir erin­nern uns: die Pro­fi-Gerä­te (sie­he die genann­ten V73 und V69) wur­den kon­struk­tiv für einen Fre­quenz­be­reich von 40Hz bis 15kHz aus­ge­legt. Für mehr nicht. Eine klei­ne Anmer­kung: bei natür­li­cher, also nicht elek­tri­scher Ton­er­zeu­gung gibt es genau drei­mal die 16kHz als höchs­ten Ober­ton. Sie wer­den erreicht bei Schlüs­sel­klir­ren, Pic­co­lo­flö­te und ver­gleich­bar klei­ner Orgel­pfei­fe. Falls der geneig­te Musik­lieb­ha­ber eine grös­se­re Samm­lung mit die­sen Drei­en zufäl­lig sein eigen nen­nen soll­te, darf er sich trotz­dem ent­spannt zurück­leh­nen. An der PL82-End­stu­fe wird die Wie­der­ga­be die­ser (im All­ge­mei­nen doch recht sel­te­nen) Ton­er­zeu­ger nicht schei­tern. Die ver­wen­de­te Gegen­kopp­lung sorgt dafür, dass der der Mess­tech­ni­ker die 16 kHz noch “auf dem Strich” wie­der­fin­det. Das war bei den erwähn­ten Rund­fun­kendstu­fen übri­gens genau­so. Wenn jemand unbe­dingt deut­lich höhe­re Fre­quen­zen noch “auf dem Strich” haben möch­te, dann möge er bit­te unge­niert wei­ter in sei­ne Kir­che gehen, denn dann ist die­se End­stu­fe nicht für ihn bestimmt.

PL82 vor Kennlinie

PL82 vor Kenn­li­nie

Ein Wort zu den geeig­ne­ten Bau­tei­len soll die­se Betrach­tung abschlies­sen. Die ein­ge­setz­ten Wider­stän­de sind, sofern nicht anders bezeich­net, halb­watt Koh­le­fil­me. Die Anga­ben zu den Kon­den­sa­to­ren bezie­hen sich auf das Fabri­kat Wima, durch­gän­gig mit 630V Span­nungs­fes­tig­keit. Die ange­ge­be­nen Typen sind so gut, dass man sie unge­niert ein­set­zen kann. Frei­lich wer­den, ange­sta­chelt von einer umsatz­gei­len Bran­che, Kon­den­sa­to­ren immer wie­der zur Dis­kus­si­on gestellt. Des­we­gen möch­te ich dem Kon­den­sa­tor­freak ein wenig ent­ge­gen­kom­men und eini­ge Alter­na­ti­ven auf­zei­gen. Was dem ein­zel­nen Hörer zusagt, bleibt sicher­lich eine sehr indi­vi­du­el­le Wahl. Wer auf der Suche nach “sei­nem” Klang ande­re Wege gehen will, möge das auf eige­nes Risi­ko tun. Der Kon­den­sa­tor Ctr kann anstel­le des FKP2 auch ein Sil­ber­mi­ca sein, dann in der Grös­se 1,0 bis 1,5nF und mit einer Span­nungs­fes­tig­keit von min­des­tens 500V. Wer für Ölpa­pier- oder Wachs­pa­pier­ty­pen schwärmt, soll­te sie (nur!) an der Stel­le von Cg und Cgk2 ein­set­zen, in der­sel­ben Grös­se und eben­falls mit min­des­tens 500V Span­nungs­fes­tig­keit. Beim Kato­den­kon­den­sa­tor Ck der PL82 bie­tet sich heut­zu­ta­ge die Mög­lich­keit, einen für Digi­tal­schal­tun­gen geeig­ne­ten Elko ein­zu­set­zen, alter­na­tiv könn­te es ein Ruby­con sein. Soviel zu den Bau­tei­len.

Und noch etwas: dass eine sol­che End­stu­fe mit höchst­emp­find­li­chen Laut­spre­chern zusam­men­ge­spannt wer­den soll­te, ist bereits gesagt wor­den. Aber wie sieht es ein­gangs­sei­tig aus? Es wäre mög­lich, sie direkt vom regel­ba­ren Aus­gang eines CD-Play­ers anzu­steu­ern. Dage­gen spricht die ver­brei­te­te Erfah­rung, dass regel­ba­re CD-Aus­gän­ge meist nicht das Gel­be vom Ei sind. Bes­ser wäre es, einen guten Vor­ver­stär­ker zu ver­wen­den, mit einer Quell­im­pe­danz von 1kΩ oder gerin­ger. Die End­stu­fe wird auch höhe­re Quell­im­pe­dan­zen weg­ste­cken, es fragt sich nur, ob das dann klang­lich höher­wer­ti­ge Gerä­te sind. Es macht schließ­lich kei­nen Sinn, schlech­te Äpfel mit guten zu ver­ko­chen, denn der dann ent­ste­hen­de Apfel­brei wird dem Genie­ßer nicht zusa­gen. Ver­mie­den wer­den soll­ten die der­zeit gera­de wie­der in Mode gekom­me­nen pas­si­ven Line­stu­fen, ihre Aus­gangs­im­pe­dan­zen sind gene­rell zu frag­wür­dig, oft­mals schwan­kend und/oder zu hoch. Nach mei­ner unmaß­geb­li­chen Mei­nung ver­dient eine gute Line­stu­fe den Vor­zug vor allen ande­ren Lösun­gen.

- Seg­schnei­der -


Nachsatz des Audionisten

So weit die Aus­füh­run­gen mei­nes Freun­des und Men­tors Seg­schnei­der zu sei­ner Ver­si­on einer End­stu­fe mit PC86 und PL82. Dafür herz­li­chen Dank!

Exakt die hier beschrie­be­ne, höchst musi­ka­li­sche End­stu­fe ist vor eini­gen Mona­ten von mir auf­ge­baut wor­den und lässt seit­her alle vor­her von mir gebau­ten End­stu­fen in jeg­li­cher Hin­sicht weit hin­ter sich. In Kür­ze wer­de ich hier auf audionist.de einen mit vie­len nütz­li­chen Hin­wei­sen ver­se­he­nen, reich bebil­der­ten Bericht über mei­nen Auf­bau ver­öf­fent­li­chen.

In die­sem Zusam­men­hang darf ich noch ein­mal auf die grund­le­gen­den Aus­füh­run­gen zum The­ma Netz­teil-Kon­struk­ti­on ver­wei­sen. Die her­vor­ra­gen­den Eigen­schaf­ten die­ser End­stu­fe ste­hen und fal­len mit der Qua­li­tät ihrer Span­nungs­ver­sor­gung.

Stay tun­ed!
MiMü


2 Kommentare zu Konstruktion eines Röhrenverstärkers mit PL82 - vierter Teil: die Gesamtschaltung

  • Manfred Tautges

    Hal­lo Herr Münch,

    zuerst ein Rie­sen Kom­pli­ment für Ihre neue HP, ins­be­son­de­re aber auch über den aus­führ­li­chen Bericht von Herrn Seg­schnei­der mit der PL82 End­stu­fe!

    Eine Fra­ge hat sich mir aller­dings dann doch gestellt. Die Heiz­span­nung ist nicht wei­ter the­ma­ti­siert wor­den, oder soll­te ich das ver­se­hent­lich über­le­sen haben? Der Tra­fo hat doch nur einen 6,3V Abgriff, wenn ich mich erin­ne­re?

    Ein ande­res The­ma, was wir­kungs­grad­star­ke Laut­spre­cher anbe­langt, habe ich die Erfah­rung gemacht, dass bis­her mir sol­che Kon­zep­te immer letzt­lich etwas zu wenig Tief­gang hat­ten, sprich um die 70-80Hz, oder so waren mir manch­mal ein­fach zu wenig, wenn man nicht nur Gei­gen hört! :) Bezug neh­mend auf Ihre Wilim­zig Box, brin­gen die­se viel­leicht etwas mehr Bass?
    Bin natür­lich auch über Ihren ange­kün­dig­ten Cel­lo Bericht gespannt. Und, und, und… :)
    Bit­te wei­ter so mit inter­es­san­ten The­men!
    Vie­le Grü­ße aus dem Ruhr­ge­biet.
    Man­fred Taut­ges.

    • MiMü

      Guten Mor­gen Herr Taut­ges,

      in die­sen Tagen arbei­te ich am nächs­ten Bei­trag, in dem ich mei­nen Auf­bau der PL82-End­stu­fe zei­gen und beschrei­ben wer­de. Dort gehe ich auch auf die Röh­ren­hei­zung und die Aus­füh­rung des Mas­se­be­zugs der Heiz­span­nung ein. Hier nur so viel: die Hei­zun­gen von PC86 (Heiz­span­nung: 3,8V) und PL82 (Heiz­span­nung: 16,5V) jeweils eines Kanals wer­den in Serie geschal­tet. Das ist mög­lich, weil bei­de Hei­zun­gen für einen Strom von 300mA vor­ge­se­hen sind. Die Seri­en­schal­tun­gen der Hei­zun­gen bei­der Ver­stär­ker­ka­nä­le wer­den dann par­al­lel von einem sepa­ra­ten Heiz­tra­fo befeu­ert, der die gefor­der­ten 20,3V bei 600mA lie­fert.

      Zu den Laut­spre­chern: nach mei­ner Erfah­rung sind die Wilim­zig-Boxen den Cel­li in punk­to Tie­fen­wie­der­ga­be doch eher unter­le­gen. An dem von Ihnen erwar­te­ten Cel­lo-Bei­trag brü­te ich noch - der steckt in einer so frü­hen Pha­se, dass da erst weni­ge “Zell­tei­lun­gen” statt­ge­fun­den haben :-)

      Vie­len Dank für Ihr Inter­es­se!
      MiMü

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